Lernräume neu denken, um zeitgemäßes Lernen zu ermöglichen

Das Gespräch thematisiert den Zustand schulischer Lernräume und den daraus entstehenden Handlungsdruck. Joachim Schnabel, tätig im Schulamt im Nürnberger Land, beschreibt den erheblichen Sanierungsbedarf vieler Klassenzimmer und ordnet ihn als zentrale Voraussetzung für modernes Lernen ein. Im Fokus steht die Frage, wie Lernräume gestaltet sein müssen, damit zeitgemäße Lernprozesse stattfinden können.

Ausgangspunkt ist die Analyse eines großen Investitionsstaus in deutschen Schulen. Lernräume werden dabei nicht nur baulich verstanden, sondern als pädagogische Antwort auf veränderte Lernanforderungen. Wenn klar ist, was Schülerinnen und Schüler lernen und tun sollen, kann auch der Raum neu definiert werden – einschließlich digitaler und virtueller Erweiterungen.

Raum folgt Lernen

Zeitgemäße Lernräume entstehen dort, wo pädagogische Ziele konsequent zur Grundlage von Raumgestaltung gemacht werden.

Drei wichtigste Erkenntnisse aus dem Gespräch

Sanierungsbedarf als Bildungsfrage
Ein Großteil der Klassenzimmer ist seit Jahren nicht grundlegend erneuert worden, was modernes Lernen strukturell erschwert. Lernraumqualität wird damit zu einer zentralen Bildungsfrage.

Lernräume vom Lernen her denken
Die Gestaltung von Räumen sollte sich an Lernzielen und Lernprozessen orientieren. Erst wenn klar ist, wie gelernt werden soll, kann der Raum passend entwickelt werden.

Bestand weiterentwickeln
Moderne Lernsettings sind auch in bestehenden Schulgebäuden möglich. Ein Musterklassenzimmer zeigt, wie vorhandene Strukturen weiterentwickelt und praktisch erprobt werden können.