KI als Führungsaufgabe systematisch in Schulentwicklung integrieren

Das Gespräch ordnet Künstliche Intelligenz als bereits wirksame Realität in Schule ein und rückt ihre Bedeutung für strategische Schulentwicklung in den Fokus. Norman Graf, stellvertretender Schulleiter der Hoffmann von Fallersleben Realschule in Niedersachsen, beschreibt auf dem Deutschen Schulleitungskongress KI als zentrale Führungsaufgabe für Schulleitungen. Im Zentrum steht die Frage, wie KI nicht nur angewendet, sondern pädagogisch sinnvoll gestaltet werden kann.

Deutlich wird ein Verständnis von KI, das über Technikanschaffung hinausgeht und Schulentwicklung strukturell beeinflusst. Schulleitungen müssen Entwicklungen einordnen, Chancen und Risiken erkennen und Räume für Erprobung schaffen. Entscheidend ist eine Haltung, die Lernen mit KI ermöglicht, ohne Lernprozesse zu verkürzen oder Verantwortung auszulagern.

Strategisch gestalten

Künstliche Intelligenz entfaltet ihr Potenzial in Schule dort, wo sie als systemrelevante Führungs und Entwicklungsaufgabe verstanden wird.

Drei wichtigste Erkenntnisse aus dem Gespräch

KI ist bereits Teil von Schule
Künstliche Intelligenz wird von Schülerinnen und Schülern schon genutzt und wirkt unabhängig von schulischen Vorgaben auf Lernprozesse ein. Schulentwicklung muss diese Realität aktiv aufgreifen.

KI Leadership braucht Kompetenz
Wirksame Führung im Kontext von KI umfasst Verstehen, Anwenden, Reflektieren und Mitgestalten. Schulleitungen müssen keine Expert:innen sein, aber strategisch handeln.

Räume für Erprobung sind entscheidend
Nachhaltige Integration von KI gelingt durch geschützte Erprobungsräume, positive Fehlerkultur und schrittweise Verbindlichkeit statt sofortiger Vorgaben.