Abschlussstrukturen neu denken, um Lernen zukunftsfähig zu gestalten
Das Gespräch thematisiert den Zusammenhang zwischen Abschlussstrukturen, Prüfungslogiken und Schulentwicklung vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Udo Michallik problematisiert die frühe Selektion von Schülerinnen und Schülern sowie die formative Wirkung bestehender Abschlüsse auf Unterricht und Curricula. Deutlich wird ein Spannungsfeld zwischen veränderten Lernansprüchen und unveränderten Prüfungsrahmen.
Im Fokus steht die Beobachtung, dass Schul- und Lernkulturen sich zwar verändern können, Prüfungen jedoch häufig an einer Fehlerlogik festhalten, die diesen Entwicklungen widerspricht. Die bestehende Abschlussstruktur wird als mitverantwortlich für Frustration und Begrenzung von Entwicklung beschrieben. Gleichzeitig wird der Blick auf eine Arbeitswelt gelenkt, die sich durch Digitalisierung rasant wandelt, während das Bildungssystem nur verzögert reagiert.